Nachrichtenmeldungen vom 18.01.1921 – Flaggenstreit – Polizeieinsatz – Tragödie

Bei Recherchen über die Lokalberichterstattung zum 50. Jahrestag der Reichsgründung in Hameln bin ich auf zwei Polizeimeldungen gestoßen. Einmal der Einsatzbericht über eine kommunistische Demonstration die durchaus kribbelig gewesen sein muß. Dann eine tragische Meldung über eine Tötungsdelikt mit anschließenden Suizid durch einen Polizeibeamten . Schließlich eine zeitgenössische Positionsschilderung zum Flaggenstreit in der Weimarer Republik:

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Nebelspalter 10/1920: Die Grippe und die Menschen

Vor fast genau 100 Jahren erschien dieses Gedicht im Nebelspalter Nr. 10 1920:

„Die Grippe und die Menschen“

Als Würger zieht im Land herum
Mit Trommel und mit Hippe,
Mit schauerlichem Bum, bum, bumm,
Tief schwarz verhüllt die Grippe.

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Gedanken zur Weihnachtszeit 2020

Vor 90 Jahren entstand das nachfolgende Gedicht von Erich Kästner. Es waren nach der Weltwirtschaftskrise 1929 schwere Zeiten in Deutschland. Extreme Polarisierung, viel politische Gewalt, destruktiver Populismus. Wir wissen, wo es endete.

Das Resümee für das Jahr 2020 und der Ausblick in die Zukunft muss uns noch wachsamer, noch aktiver werden lassen. Noch steht Deutschland, auch aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit, im Vergleich zu andere Ländern gut gefestigt da. An vielen Stellen aber wird schon jetzt an den Grundwerten unserer Gesellschaft gesägt.

Prügel / Körperstrafen zum sind zum Glück geächtet. Hoffen wir das das so bleibt. Den destruktiven Kräften unserer Gesellschaft aber nicht entgegenzutreten, wäre genauso falsch.

Wichtig also, dass wir auf allen Ebenen aktiv werden. Daher zum „Wachrütteln“ für heute die Zeilen vergangener Zeiten:

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Weimar und „Das rote Sofa“

In der Sendung „Das rote Sofa“ im NDR war am 20.11.2020 der Historiker Dr. Florian Huber. Es gab eine kurze Einblendung mit Filmsequenzen aus der Ausstellung „Freunde, Helfer, Straßenkämpfer in Hameln“. Die Sendung war interessant und kann in der Mediathek angesehen werden:

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Wochenzeitung: „Deutsche Republik“ Ausgabe 1 – 1926/27

Die „Deutsche Republik“ wurde begründet von der Republikanischen Arbeitsgemeinschaft mit: Ludwig Haas, Reichstagsabgeordneter (DDP) Paul Löbe, Reichstagsabgeordnerter (SPD) und Josef Wirth, Reichskanzler a.D.. Letzterer war auch der Herausgeber der Zeitung. Die Zeitung war mit dem „Deutschen republikanischen Reichsbund“ verbunden.

Nachfolgend befasse ich mich mit der Ausgabe 1, die hier auch als PDF heruntergeladen werden kann:

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Wie Stimmen gewonnen werden: Politische Plakate in der Weimarer Republik (Beispielsammlung)

Ausdrucksstark, alarmierend, verhetzend. Die politische Grafik in der Zeit der Weimarer Republik ist bemerkenswert. Hier Bilder und der Link zu einem interessanten Unterrichtsheft:

„Wahlplakate aus früheren Zeiten sind hingegen eine wertvolle Geschichtsquelle. Sie geben Auskunft über den politischen Standpunkt einer Partei und über die Art und Weise, wie politische Auseinandersetzungen geführt und gesellschaftliche Konflikte gelöst wurden. In ihren Plakaten haben die politischen Parteien oft soziale oder wirtschaftliche Probleme der Zeit aufgegriffen.“

Hier einige Beispiele aus der Zeit:

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Impressionen Ausstellungsaufbau Berlin: Freunde – Helfer – Straßenkämpfer

Mit Unterstützung von Kollegen der Polizeihistorischen Sammlung in Berlin erfolgte unter Leitung der Historikerin Barbara Riegger der Aufbau der Ausstellung in Foyer des Hauses der Niedersächsischen und der Schleswig-Hollsteinischen Landesvertretung in Berlin. Hier Impressionen vom Aufbau:

Die Ausstellung: „Freunde – Helfer – Straßenkämpfer. Die Polizei in der Weimarer Republik“ kommt nach Berlin!

Eine hilfsbereite, bürgernahe Polizei zu sein – auch heute gilt das Ideal der Weimarer Republik (1918-1933).

Doch wie schnell sich ein Anspruch in der täglichen Wirklichkeit verlieren kann, das zeigt die Geschichte: Blutige Straßenkämpfe zwischen politischen Gegnern zersetzen die junge Demokratie. Die Polizei wird durch die Gewalt gefordert und ist nicht selten überfordert. 1933 kommt das Ende der ersten deutschen Republik und die Polizei wird von der nationalsozialistischen Diktatur für ihre Zwecke instrumentalisiert.

Lernen Sie die widersprüchliche Geschichte der Polizei in der Weimarer Republik kennen. Originale Exponate aus der Sammlung des Polizeimuseums Niedersachsen laden zu einer besonderen Zeitreise ein.

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Berlin, 17. Juni 1932 – Dringender Appell von K. Kollwitz, Heinrich Mann und Albert Einstein:

An Theodor Leipart, Ernst Thälmann, Otto Wels.

Wir, die wir hier unterzeichnen, verfolgen die Entwicklung der politischen Ereignisse mit dem Eindruck, dass wir einer entsetzlichen Gefahr der Faschisierung entgegengehen. Zu beseitigen ist die Gefahr nach unserer Einsicht durch das Zusammengehen der beiden grossen Arbeiterparteien im Wahlkampf. Das geschieht am Besten durch Aufstellung gemeinsamer Listen.

Die Verantwortung ist bei den Führern; wir betonen es mit dem stärksten Nachdruck. Entscheiden sollte nur das offenkundige Verlangen der Arbeiter, zusammenzustehen. Eine solche Entschedung ist aber zugleich lebenswichtig für das ganze Volk.

Heinrich Mann, Berlin-Wilmersdorf, Trautenaustr. 12

Köthe Kollwitz, Berlin N 58, Weissenbrugerstr. 25

Albert Einstein, Kaputh, Waldstr.

Einzelbilder:

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Zeitungspresse als NS-Machtinstrument (Zwischen den Zeilen)

Buchvorstellung:

„Die Presse ist ein Erziehungsinstrument, um ein 70-Millionen-Volk in eine einheitliche Weltanschauung zu bringen.“ Adolf Hitler, 1934 

Dieser Satz fiel, als Verfolgung und Verbote, freiwillige „Selbstgleichschaltung“ staatlicher Kontrolle und erste Enteignungen das wichtigste Massenmedium dieser Zeit bereits weitgehend den neuen Machthabern willfährig gemacht hatten.

Zitate aus dem Buch: 

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