Wenn diese Fahne sprechen könnte… Eine Spurensuche zum Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in Rinteln.

Über Facebook bin ich auf eine alte Fahne des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Ortsgruppe Rinteln an der Weser gestoßen. Der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Schaumburg, Carsten Ruhnau, ermöglichte mir einige Fotoaufnahmen zu machen. Zudem überreichte er mir Unterlagen zur Geschichte des Reichsbanners in Rinteln.

Eine Spurensuche:

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1925: Republikanisches Liederbuch – Informationen auch zum Herausgeber Heinrich Fahrenholz

Hildesheim. Verlag der Buchhandlung des „Hildesheimer Volksblattes“. Eine Sammlung von ernsten und heiteren Liedertexten für vaterländische Feiern und kameradschaftliche Veranstaltungen, die unter den Farben Schwarz-Rot-Gold stattfinden. Herausgegeben von Heinrich Fahrenholz.

Vorwort.

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Reichsbanner Gedenken Lister Turm 2021

In der Nacht vom 21. auf den 22. Februar 1933 ereignete sich am Lister Turm in Hannover ein hinterhältiger Feuerüberfall. Nationalsozialisten lauerten in einem angrenzenden Waldstück und ermordeten zwei Männer des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Wilhelm Heese und Willi Großkopf.

In rascher Folge wurden circa 150 Schuss auf die unbewaffnete Reichsbanner-Schutzformation abgegeben – weitere 17 Reichsbanner-Kameraden wurden schwer verletzt!

Die Gedenkrede von Marco Rössler am 21.02.2021:

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Reichsbannerausstellung in der Stadtbücherei Hameln wird auf 2021 verschoben.

Eigentlich sollte am Dienstag, den 3.11.2020 in den Räumen der Stadtbücherei Hameln die Ausstellung „Für Freiheit und Republik – Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie 1924-1933“ eröffnet werden. Aufgrund der Corona-Risiken hat sich das Ausstellungsteam zunächst zu einer Absage des Rahmenprogramms entschlossen. Jetzt kommt es aber doch zu einer vollständige Verschiebung mit Neukonzeption für das Jahr 2021.

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Aktueller Sachstand zur Reichsbannerausstellung in der Stadtbücherei Hameln:

Die Ausstellung wird am 2.11.2020 aufgebaut und ist zu den Öffnungszeiten der Stadtwerke für Einzelbesucher zu sehen.

Alle Führungen / Sonderveranstaltungen / Vorträge fallen aufgrund der Corona-Gefährdungslage aus.

Alle Infos unter: http://republikpolizei.de/reichsbannerausstellung-hameln

Polizeihauptmann Heinrich Lietz, Hann. Münden

Folgende Informationen liegen vor:

„Am 28. März wurde Heinrich Lietz als erstes SPD-Mitglied zusammen mit 9 Kommunisten in Schutzhaft genommen. Lietz war Polizeihauptmann in der Polizeischule Hann. Münden und leitete die Ausbildung des Reichsbanners und deren Wehrverbände.

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Carl von Ossietzky Tagebuchmeldung zum Gerichtsverfahren über den Tod des Reichsbannermann Erich Schulz, Berlin, 26.04.1925

Carl von Ossietzky kommentiert die Geschehnisse in seinem Tagebucheintrag vom 11.Juli 1925:

Erziehung durch die Rotzneesen

Die Berichte über den Prozeß gegen den Wikinghelden Rehnig wegen der Erschießung des Reichsbannermannes Schulz sind gespickt mit der Parenthetischen Bemerkung: Heiterkeit. Es muß demnach also ein sehr lustiger Fall sein, so als ob es sich nicht etwa um die Sühnung einer Bluttat handelte.

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Vossische Zeitung Zeitungsmeldung zum Todesfall des Reichsbannermann Erich Schulz, Berlin, 26.04.1925

Zeitungsberichte der Vossischen Zeitung aus Berlin:

  • 25. April 1925 – Morgen Ausgabe. „Überfälle auf Republikaner“
  • 25. April 1925 – Abend Ausgabe. „Völkische Mordtat.“
  • 26. April 1925 – Sonntags-Ausgabe. „Rechtsradikale Lärmhelden“
  • 26. April 1925 – Sonntags-Ausgabe. „Der Blutige Wahlauftakt.“
  • 26. April 1925 – Sonntags-Ausgabe.
  • 9.7.1925 – Morgen-Ausgabe – „Die Erschießung des Reichsbannermannes.“ (Auszug Bewertung)
  • 9.7.1925 – Abend-Ausgabe – „Der Todesschuß im Wahlkampf“
  • 11.07-1925 – Morgen-Ausgabe – „Revision im Rehnig-Prozess
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Berliner Tageblatt Zeitungsmeldung zum Todesfall des Reichsbannermann Erich Schulz, Berlin, 26.04.1925

Das „Recht auf die Pistole“.  Der Tod des Reichsbannerkameraden. – Freispruch für den Angeklagten.

Obwohl für den Rehnig-Prozeß drei Verhandlungstage vorgesehen waren, konnte die Beweisaufnahme schon am Mittag des zweiten Tages abgeschlossen und das Urteil verkündet werden. Der Staatsanwalt beantragte gegen Rehnig ein Jahr Gefängnis. Er begründete seinen Antrag damit, daß der Angeklagte sich tatsächlich in Notwehr befunden habe, also an sich nicht zu bestrafen sei. Verwerflich und strafbar sei nur die Wahl des Verteidigungsmittels. Auf keinen Fall hätte Rehnig zum Revolver greifen dürfen. Die beiden Verteidiger Rehnigs plädierten auf Freispruch. Zu ihren Plädoyers verteidigte sie das Recht auf die Pistole, weil sich Rehnig in unmittelbarer Lebensgefahr befunden habe. Der eine Verteidiger ging sogar so weit die „Reichsbannerleute als die wahren Mörder“ ihres Kameraden Schulz zu bezeichnen, ohne daß ihn der Vorsitzende wegen dieses Ausdrucks zur Ordnung rief. Das Gericht sprach Rehnig nach dreiviertelstündiger Beratung frei. In der Urteilsbegründung folgte es den Ausführungen der Verteidiger. Trotzdem bemerkte der Richter, daß der gewalttätige und schießlustige Rehnig eine Gefahr für das Leben seiner Mitmenschen sei. Rehnig selbst nahm das Urteil mit derselben zynischen Gelassenheit hin, mit der er der Verhandlung gefolgt war.

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DEWEZET (Hameln) Zeitungsmeldungen zum Todesfall des Reichsbannermann Erich Schulz, Berlin, 26.04.1925

Zeitungsberichte der Deister- und Weserzeitung aus Hameln

Vom:

  • DEWEZET vom 26. April 1925: „Krawalle in Berlin.“
  • DEWEZET vom 27. April 1925: „Ein Reichsbannermann in Berlin erschossen.“
  • DEWEZET am 11. Juli 1925: Die wilde Polizei. Zusammenbruch einer Hetze.
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