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Informationen zur Polizeigeschichte gestern und heute

„In Hinterpommern geboren, Dorfschule besucht, Rüben gezogen, Soldat geworden, kapituliert, zum Unteroffizier avanciert, Schreiben und knapp Rechnen gelernt, Rekruten dressiert, Sergeant geworden, Rekruten dressiert, Vize-Feldwebel, immer noch Rekruten dressiert, Zivilversorgungsschein und schließlich Polizeibeamter.“

Das Stereotyp einer Polizeikarriere – vor der Polizeischulreform (Vorwärts vom 14.06.1892

Ich sammele auf dieser Webseite Ereignissen und Geschichten zur Rolle der Polizei in der Weimarer Republik aber auch darüber hinaus. Ein Schwerpunkt soll auch auf die Gründung und junge Geschichte der Gewerkschaftsbewegung in der Polizei damals gelegt werden. Für Hinweise, Ergänzungen, Verbesserungen oder Themenvorschläge bin ich jederzeit dankbar.

Ralf Hermes – Kontakt: ralfhermes@web.de

Diese Webseite wurde im Mai 2018 eingerichtet. Sie wird nichtkommerziell/ehrenamtlich betrieben.

Tschakozuordnung – wer kann helfen?

Ein Kollege (vielen herzlichen Dank)  hat mir als Reaktion auf diese Internetseite einige Fotos seiner Tschakosammlung mit Exemplaren aus der Weimarer Republik zugesandt. Ich stell einige der Fotos einmal hier ein, mit der Bitte, mir bei der Zuordnung (Welcher Tschako gehört in welche Zeit und in welche Region?) zu helfen. Zusendungen bitte an ralf.hermes(at)gdp-goettingen.de oder postet auf der Facebookseite https://www.facebook.com/republikpolizei/

Hier die Einzelbilder: „Tschakozuordnung – wer kann helfen?“ weiterlesen

Geschichte des Polizeibeamten Ulrich Gastler von 1919/1923 bis 1946

Das Delmenhoster Kreisblatt veröffentlichte am 4. Februar 2012 die Lebensgeschichte eines jungen Mannes, der 1919 als 17 jähriger zum Freikorps Hindenburg ging. Ulrich Gastler trat dann 1924 in den Polizeidienst ein und wurde 1946 als „belastet“ eingestuft und mit sofortiger Wirkung und ohne Gehalt entlassen. „Geschichte des Polizeibeamten Ulrich Gastler von 1919/1923 bis 1946“ weiterlesen

Berichtssammlung zu den Vorträgen und Wortbeiträgen „100 Jahre Weimarer Republik / 80 Jahre Reichspogromnacht“ im Münster Hameln

Auf den nachfolgenden Beiträgen unter diesem Eintrag (oder siehe Stichwort „Münster Hameln“) gibt es zusammenfassende Berichte, die einen Teil der Inhalte der Gedenkveranstaltung im Münster Hameln am 6.11.2018 wiedergeben.

Leider waren Medienvertreter den Einladungen zum Besuch und zur Berichterstattung nicht gefolgt. So bleibt es den gut 150 Zuhörern „Berichtssammlung zu den Vorträgen und Wortbeiträgen „100 Jahre Weimarer Republik / 80 Jahre Reichspogromnacht“ im Münster Hameln“ weiterlesen

Gedenkveranstaltung Weimar/Pogromnacht – Begrüßung Superintendent Philipp Meyer

„Was Menschen anderen Menschen angetan haben, in diesem Land, vor gar nicht langer Zeit, 80 Jahre, ein Menschenleben, wenn wir so wollen, wir wollen uns erinnern.“

Eine Zeit, in der systematisch vorbereitet worden war, ging diesem schrecklichen Reichspogromnacht voraus. 1933 haben die Nazis die Macht ergriffen, und sie haben von da an systematisch die Verachtung auf bestimmte Gruppen von Menschen gelenkt. Mit einem pseudowissenschaftlichen Konzept von Rasse, das den Menschen, unseren Eltern und Großeltern, vermitteln sollte, dass es Menschen unter uns gibt, die keinen Wert haben, als Personen, die sogar als Schädlinge, als Ungeziefer betrachtet werden. Damit war der Weg frei für die niederen Impulse vieler Menschen, ihrem Hass und ihrer Gewalt freien Lauf zu lassen. „Gedenkveranstaltung Weimar/Pogromnacht – Begrüßung Superintendent Philipp Meyer“ weiterlesen

„Ich sterbe für die Freiheit!“ – Auszüge aus dem Grußwort des Schirmherrn der Veranstaltung im Münster Hameln, Carsten Rose:

„Ich sterbe für die Freiheit“, das waren die letzten Worte des Revolutionärs Robert Blom, bevor er am 9. November 1848 von Soldaten hingerichtete wurde. Schon 1848 ging es um die Forderung nach einer demokratischen Verfassung, um die Einheit Deutschlands und um die soziale Gerechtigkeit. Doch 1848 waren die Gegner der Freiheit noch zu stark.

Carsten Rose, der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, erinnerte mit seinem Grußwort zunächst an die Daten und Ereignisse, die den 9. November zum einem Schicksalstag der Deutschen machte. „„Ich sterbe für die Freiheit!“ – Auszüge aus dem Grußwort des Schirmherrn der Veranstaltung im Münster Hameln, Carsten Rose:“ weiterlesen

Die Polizei zwischen Reform und Holocaust und das Scheitern der Weimarer Republik.

Vortrag von Dr. Dirk Götting, Polizeiakademie Niedersachsen / Polizeimuseum Nienburg

In einer knappen Stunde erläuterte der niedersächsische Polizeihistoriker Dr. Götting in freier Rede die Zusammenhänge von Kaiserreich und Weimarer Republik sowie die nachfolgenden Ereignisse bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Zunächst gab es einen politischen Überblick über Zusammenhänge und Veränderungen, weg von der Monarchie, hin zur maximal freiheitlichen ersten deutschen Republik. Was das heute oft gebrauchte Schlagwort von den „Weimarer Verhältnissen“ tatsächlich bedeutet, wurde sehr „Die Polizei zwischen Reform und Holocaust und das Scheitern der Weimarer Republik.“ weiterlesen

Bernhard Gelderblom: Hameln 1918 – 1938

„1018, Hameln war eine 20.000 Einwohner Stadt, damals bürgerlich konservativ. Eine Beamtenstadt, eine Garnisonsstadt. So blieb es auch in der Weimarer Zeit. Die Veränderungen durch die Novemberrevolution hatten in Hameln keinerlei Auswirkungen. Die obersten Verwaltungsbeamten blieben dieselben. Unruhen gab es in Hameln nicht. Im Gegenteil, aus Sorge darüber, dass die Umwälzungen in Berlin, Kiel und anderswo Folgen für Hameln haben könnten, gründete der Rat 1919 gegen die Stimmen der SPD eine Bürgerwehr.“

Mit diesen Sätzen begann der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom seinen Einblick in die historischen Ereignisse der Weimarer Republik aus „Bernhard Gelderblom: Hameln 1918 – 1938“ weiterlesen

Dankes- und Schlussworte der Leiterin Einsatz der Polizeiinspektion, Maren Jäschke

„Nur wer die Vergangenheit kennt und sich mit ihr auseinandersetzt kann daraus lernen für Gegenwart und Zukunft.“

Polizeioberrätin Maren Jäsche sprach in Vertretung für den Inspektionsleiter Ralf Leopold das Schlusswort mit dem ausdrücklichen Dank an alle Referenten und unterstützenden Organisationen. Besonders wichtig war ihr der Dank an die Münstergemeinde, die die Veranstaltung an dieser historischen und würdevollen Stätte ermöglicht hatte. Die Zuhörer lud sie zum Gespräch mit den Vortragenden ein. Als Kollekte am Ausgang würde zu Spenden für die ev. Jugendarbeit im Weserbergland aufgerufen. „Dankes- und Schlussworte der Leiterin Einsatz der Polizeiinspektion, Maren Jäschke“ weiterlesen

Beitritt zum Förderkreis für Polizeigeschichte Niedersachsen e.V.

eigentlich wollte er es ja schon lange, war er doch schon spätestens nach den Ausstellungsführungen „Ordnung und Vernichtung, die Polizei in der NS-Zeit“ dem Polizeimuseum Niedersachsen und dem Team um Dr. Dirk Götting eng verbunden. Aber der letzte Schritt, das Formular ausfüllen und unterschreiben muss halt auch getan werden. Ein weiterer „Beitritt zum Förderkreis für Polizeigeschichte Niedersachsen e.V.“ weiterlesen