1929 – 19. Januar – IRZ Nr. 3: Flugzeug gegen Panzerschiff

Beitragsausschnitt:

„Romantik des Krieges“, von der die Jungen im Stahlhelm träumen, wo bist du geblieben? Der Krieg der Zukunft wird nicht mehr Mann gegen Mann, Heer gegen Heer oder Flotte gegen Flotte geführt, er wird sich in erster Linie gegen die unbewaffneten Volksmassen des Feindes in den großen Städten und Industriezentren richten. Hier werden Flugzeuge auf die Produktionsstätten und Wohnviertel Granaten werfen, die grauenhafte Zerstörung anrichten, hier werden von ihnen Vergaser mit giftigen Stoffen lanciert, die friedliche Menschen bei qualvollem Tod ins Jenseits befördern. Die Zeiten, da es hieß, ärochemische Kriegsmethoden sind Hirngespinste übergeschnappter Pazifisten, sind vorüber. Selbst unser amtliches „Militärwochenblatt“ spricht jetzt mit größter Besorgnis von den Gefahren des Luftkrieges. Immerhin gibt es noch manch einen, der meint, aus Flugzeugen geworfene Bomben werden ihr Ziel kaum erreichen. Es ist zu schwierig, vom rasch dahineilenden Aeroplan, aus …

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IRZ-1929: Die Luftpolizei lernt Segelfliegen

05.01.1929, Illustriierte Republikanische Zeitung:

„Die Bestimmungen des Versailler Vertrages verbieten, daß das deutsche Flugwesen weder militärisch noch polizeilichen Zwecken dienstbar gemacht wird. Diese Bestimmungen bedeuten besonders für die Luftpolizei, deren Aufgabe es ists, die deutsche Luftfahrt zu überwachen, eine außerordentliche Härte. Wie soll sie dieser Aufgabe gerecht werden, wenn ihr die technischen Kenntnisse fehlen? Neuerdings haben sich ihre Beamten zu einem Segelflugverein zusammengeschlossen, der kürzlich in Gatow seine beiden ersten Segelflugzeuge auf die Namen „Eschudi“ und „Berlin“ taufen konnte. Bei diesen Bestrebungen der Luftpolizeibeamten, sich praktisch in der Fliegerei zu betätigen, kann es sich aber immer nur um einen Notbehelf handeln, denn für das Segelfliegen gelten andere Voraussetzungen als für die Motorfliegerei.

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IRZ Nr. 4 / 1926 – Justiz-/Polizeiopfer der Kaiserzeit – Ausblick ins Jahr 1930 und Fahndung nach Fememördern.

Gleich drei wirklich lesenswerte Beiträge bietet die Ausgabe der Illustrierten Reichsbanner Zeitung vom 23. Januar 1926, versteckt hinter dem unpolitischen Winterbild eines Segelschlittens.

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IRZ Nr. 3 / 1926 – Volksnot – Fürstenabfindung

Sehenswerte Karikaturen. Der Leitartikel zur Führstenabfindung. Ein Foto eines „Verkehrswagens“ zur Belehrung des Publikums und „Jungdietrichs Werdegang“ Ausschnitte:

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IRZ Nr. 2 / 1926 – Beamte und Republik

Am 1. Weihnachtsfeiertag 1925 fand in Berlin die letzte Fahrt der Postillone statt. Das Titelbild der IRZ Nr. 2 zeigt den Wechsel von der Kutsche zum Postauto. Dazu gibt es auf Seite 19 dann ein Foto vom Abzug der letzten Postkutschen mit dem neuen Fahrzeugpark im Hintergrund.

Besonders lesenswert ist aber eine Artikel über das Verhältnis der Beamten zur Republik.

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IRZ Nr. 1 / 1926 – Polizeirevier 113 in Berlin

Die erste Ausgabe der Illustrierten Reichsbannerzeitung des Jahres 1926 bietet u.a. einen launig geschriebenen Verlaufsbericht über eine Vorladung zur Polizei „zur richtigen Feststellung Ihres richtigen Vornames in polizeilichen Meldeangelegenheiten“. Ferner eine Rückschau auf das Jahr 1925.

Zu den Ausschnitten:

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„Polizei und Humor“ Zeitungsbericht IRZ (illust. Reichsbanner Zeitung) vom 23.04.1927

Textabschrift:

Es läßt sich nicht verleugnen, auch bei denen nicht, die sich bemühen, der Polizei Achtung und Wohlwollen entgegenzubringen: das Publikum steht der Polizei mit kühler Reserve gegenüber, die oft so kühl ist, daß sie zu einer gewissen Feindseligkeit ausartet. Das ist beileibe nicht nur bei Leuten der Fall, die etwas auf dem Kerbholz haben oder hatten und die aus diesem Grund die Beamtenschaft mit der heiligen Hermandad meiden. Nein, fast jeden überkommt ein, milde gesagt, nicht angenehmes Gefühl, wenn er irgend etwas mit der Polizei zu tun haben soll, ja, wenn er nur einen Polizisten sieht. Vieles hat sich hierin schon gebessert, das liegt sowohl und in erster Linie an der Polizei selbst, die in der Republik ihre Aufgaben ganz anders aufzufassen hat, als auch am Publikum, das durch die schweren, mit Gewalttätigkeiten und gesteigerter Kriminalität reichlich gesegneten Nöte der Zeit eine …

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Goebbels´Blutsaat geht auf! IRZ – 17.01.1931 –

Zwei neue Opfer der Nazi-Mordhetze

Seit der staatenlose Abenteurer Hitler vor dem höchsten deutschen Gericht ungerügt die unverschämte, von unheilbarem Grössenwahn zeugende Drohung aussprechen durfte, wenn er an die Macht komme, würden die Köpfe der „Novemberverbrecher“ in den Sand rollen, ist der nationalsozialistische Terror bis zur Unerträglichkeit gestiegen. Diese Drohung war das Stichwort zu einer masslosen Hetze gegen Republik und Republikaner. Gewissen- und verantwortungslose Demagogen vom Schlage eines Goebbels, die sich feige hinter den Schutz der Abgeordnetenimmunität verkriechen, haben immer und immer wieder die nahe Abrechnung mit den Republikanern angekündigt und in den Spalten der nationalsozialistischen Blätter war tagtäglich in aufreizenden Artikel der Schrei nach Rache vernehmbar.

IRZ vom 17.01.1931
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