Einladung zum Vortrag im Kunstkreis Hameln: „Die Polizei-Gewerkschaftsbewegung in der Weimarer Republik“

Dienstag, 29.09.2020, 19.00 Uhr im Kunstkreis Hameln, Rathausplatz 4, 31785 Hameln

„Arbeitsalltag, Erfolge und Schicksale am Beispiel einzelner Polizeibeamter der ersten Deutschen Republik.“

Ein Vortrag von Ralf Hermes, Personalratsvorsitzender der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden und Vorsitzender der Bezirksgruppe Göttingen der Gewerkschaft der Polizei (GdP)

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„Stahlhelm-Meuterei“ der Schutzpolizei in Chemnitz“

Zeitungsmeldungen vom 27.-29.08.1921

Berichtet wird über „Unstimmigkeiten in der Chemnitzer Schutzpolizei.“

Hier eine Zusammenfassung der verschiedenen Berichte:

So berichtete die „Allgemeine Zeitung“ aus Chemnitz, das bei einer Hundertschaft der Chemnitzer Landespolizei eine Meuterei ausgebrochen sei.  Als am 25. August von der Hundertschaft verlangt wurde, zu einer größeren Übung außerhalb der Stadt den Stahlhelm aufzusetzen, seien die Beamten zu einem großen Teil mit dem Tschako angetreten. Vorher hätten einige Beamte die Aufhebung des Stahlhelm-Gebots beantragt. Der sächsische SPD-Ministerpräsident Wilhelm Buck habe die sofortige Entlassung der Beamten verfügt. Anschließend wurde über die Wiedereinstellung der Entlassenen verhandelt.

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1924: Anrede der Beamten im Dienst.

Zeitungsmeldung DEWEZET (Deister- und Weserzeitung) vom 10. August 1024:

Anrede der Beamten im Dienst. Wie die „Preußische Polizeibeamtenzeitung“ schreibt, gibt der Gruppenkommandeur der Polizeigruppe West der Berliner Schutzpolizei unter dem 26. Juli 1924 folgendes bekannt: „Anrede der Beamten im Dienst. Ein Vorfall gibt mir Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß im Dienst sämtliche Beamten mit Dienstgrad und Namen anzureden sind. Die Anrede „Herr“ im Dienst ist unstatthaft. Das Verhalten Vorgesetzten gegenüber wird hiervon nicht berührt. gez. Dillenburger.“ Mit Recht wendet sich das Organ der Polizeibeamten gegen diesen Erlaß und bemerkt, auch den Beamten im untersten Dienstgrad mit „Herr“ anzureden. Es wird dadurch das Ansehen der Vorgesetzten nicht geschädigt, wohl aber das Bewußtsein des Beamten im untersten Dienstgrade, auch Beamter zu sein, erheblich gehoben. Weiterhin erfordert das allgemeine Taktgefühl die Anrede eines erwachsenen Mannes mit „Herr“.

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Nachruf – Der Gendarm 1924

Fachblatt für die dienstlichen und wirtschaftlichen Interessen der Landjägerei. Zeitschrift des Verbandes Preußischer Lanjägerbeamten e.V.

Ehrentafel: Am 25. Mai d. J. wurde unser lieber Kamerad, der Oberlandjäger Herr Friedrich Kühlhorn, Standort Altlünen, Kreis Lüdinghausen, im Alter von 40 Jahren bei der Ausübung des Dienstes von einem Einbrecher durch zwei Brustschüsse getötet. Ein pflichttreuer Beamter, beliebt bei seinen Kameraden, ist mit ihm dahingegangen. Wir werden ihn nicht vergessen! Provinzverein Westfalen und Vereinsgruppe Lüdinghausen.

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Polizeigewerkschafter Richard Betnareck, *12.10.1891, verstorben 15.03.1959, Reichsbannermitglied

Infosammlung zu Richard Betnareck:

Geboren am 12.10.1891 in Berlin-Steglitz. Vater war Vergolder, evangelisch, Grundschule bis zum 14. Lebensjahr, anschließend kaufmännische Lehre. Abschluss 1909 als Handelsgehilfe. Bis 1914 Straßenbahnschaffner und Arbeit in Textilunternehmen. 1910 eintritt in den freigewerkschaftlichen Deutschen Transportarbeiterverband Berlin. Oktober 1910 Militärdienst. Hochzeit 1913 mit Martha Strenge. 1915 Eintritt in die Polizei in Preußen. Ab August 1914 Frontdienst, EK II, am 18.11.1918 Wahl in einen Soldatenrat bei der Obersten Heeresleitung. Schied schon am 3. Dez. 1918 aus gesundheitlichen Gründen aus. Rückkehr nach Berlin im Frühjahr 1919.

Gewerkschaftsarbeit:

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Infosammlung zum „Allgemeinen Preußischen Polizeibeamtenverband“ (Bednareck-Verband)/(APP)

Infosammlung:

1925 spaltete sich nach Diskussion um elementare gewerkschaftliche Grundrechte der „Allgemeine Preußische Polizeibeamten-Verband“ (Bednareck-Verband), (APP) vom 1923 gegründeten Zusammenschluss kommunaler und staatlicher Polizeibeamter, den „Verband Preußischer Polizeibeamter“ (Schrader-Verband) ab. Der „Betnareck-Verband“ galt als ausgesprochen sozialdemokratisch geprägt und unterhielt gute Beziehungen zu der Landesregierung. Obwohl er zahlenmäßig dem Schrader-Verband deutlich unterlegen war, hatte er auf Grund seiner politischen Verbindungen großen Einfluss.

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Polizeimeldungen am 23.10.1928 u.a. Einsatz gegen Militarismus in der Schupo und vielfältige Angriffe gegen Polizeibeamte

Der Vorstand des Preußischen Beamtenbundes hat einstimmig beschlossen, beim Ministerpräsidenten Braun wegen der „Überspitzung und Übertreibung des Autoritätsprinzips in der Schutzpolizei“ vorstellig zu werden. Diese sei zweifellos durch eine starke militaristische Einstellung eines großen Teils der Polizeioffiziere Preußens hervorgerufen“. Es wird eine Novelle zum Polizeibeamten-Gesetz vorgeschlagen, durch die die jetzt geltenden Bestimmungen über fristlose Entlassung, Entlassung wegen Ungeeignetheit und Übertragung der Dienststrafgewalt auf die Offiziere geändert werden soll. Anlass waren Vorkommnisse an Polizeischulen. In einem Fall sind junge Polizei-Anwärter in einer Weise behandelt worden, die an Ausschreitungen des Rekruten-Drills im kaiserlichen Deutschland erinnerten. (Ein Polizei-Hauptwachtmeister hatte die Stiefel von 20 Polizei-Anwärtern mitten in der Nacht aus dem dritten Stock der Braunschweigischen Polizeischule auf den Hof herabgeworfen, dann die Beamten geweckt und sie wieder heraufholen lassen.)

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1919 – Zweiter Verbandstag preußischer Polizeibeamter – Für eine Reichspolizei.

Bericht der Vossischen Zeitung vom 9.12.1919

Ernst Schrader leitete als Verbandsvorsitzender die Verhandlungen. Die Frage der Reorganisation der Polizei bestimmte den ersten Sitzungstag. Sämtliche Redner forderten die Vereinheitlichung der Polizei und wandten sich als „Blaue“ gegen die „Grünen“. Dagegen war die Frage, ob Gemeinde- oder Staatspolizei, sehr umstritten.

Ein Redner bezeichneten den Versuch die Polizei militärisch zu organisieren als schweren Fehler. Der neuen Sicherheitspolizei fehle jede Fühlung mit der Bürgerschaft. Sehr zu bedauern sei die Zersplitterung der Polizei, die nur zu nutzlose Streitigkeiten über die Zuständigkeit zur Folge habe.

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„Mehr Sicherheit in Groß-Berlin!“ Gewerkschaftsstatement Ernst Schrader vom 20.04.1919

In der Vossischen Zeitung fand ich einen lesenswerten Artikel u.a. mit einem Statement vom Verbandsvorsitzenden der Schutzmannsvereine Berlin, Ernst Schrader zur Sicherheitslage in der Reichshauptstadt nach der Revolution.

Es geht u.a. um mehr Geld, bessere Ausbildung, die Abschaffung des Säbels und die Einführung eines Gummiknüppels. Aber auch um die Ausstattung im Nachtdienst mit der „leider neuerdings volkstümlich gewordene Handgranate“.

Hier eine Abschrift des Schrader-Statements und den gesamten Artikel mit weiteren Sicherheitsstellungnahmen als PDF-Download.

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Gewerkschaftsnadel: Verband Sächsischer Polizeibeamer (V.S.P.B.)

Das abgebildete Wappen findet sich auf dem Sächsischen Polizeikalender aus dem Jahr 1931.

Einzelbilder der Anstecknadel:

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