Hörtipp: Deutschlandfunk Nova – History – Rechtsextremismus bei der Polizei gab es schon in der Weimarer Republik

Als Polizeibeamter hat mir der Beitrag subjektiv nicht unbedingt gefallen. Ich gebe die Sendung dennoch als „Hörtipp“ weiter. Der Beitrag zeigt sehr gut, wie sich Geschichte mit Gegenwart verbunden wird – auch in der Argumentation.

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/rechtsextremismus-verdachtsfall-polizei-von-der-weimarer-republik-bis-heute

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Vor 100 Jahren: Mordversuch an einem Hilfslandjäger in Deckbergen. Bericht der Nds. Volksstimme aus Hameln

Die Nds. Volkstimme war eine SPD Tageszeitung mit Redaktion in Hameln. Verschiedene Bericht verweisen auf eine problematische Versorgungslage mit Milch und Butter und einen Schwarz-/Schiebermarkt. Hier ein Beispiel, was dieses für die Polizei bedeutete:

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Ein Polizeieinsatz vor 100 Jahren (4.1.1921) im Pressespiegel der damaligen Zeit

Anlässlich der Beerdigung des von Schutzpolizisten erschossenen Kommunisten Erich Hoffmann ist es am …

Nachfolgend eine Sammlung von Presseberichten als Einblick in die Berichterstattung verschiedener Medien der Weimarer Republik und als Schilderung eines Polizeieinsatzes mit schlimmen Folgen aus verschiedenen Blickwinkeln:

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Beitrag aus einer sozialdemokratischen Zeitung vom 1.1.1921: Hundert Jahre preußische Landjägerei.

Zeitungsabschrift: „Aus Anlaß der Wiederkehr des Tages, an dem vor hundert Jahren die Preußische Landjägerei in der Gestalt, in der sie heute im wesentlichen noch besteht, errichtet wurde, werden die Dienstgebäude der Landjägerei in Berlin sowie der Landjägerschulen in Einbeck und Rosslau am 10. Dezember d. J. Flaggenschmuck in den preußischen Farben anlegen. Durch Kabinettsorder vom 30. Dezember 1920 wurde es als Preußisches Grenadierkorps neu organisiert, nachdem es schon seit dem 13 (oder 15. -?) Juli 1900 in anderer Form bestanden hatte. Das Korps blickt mit berechtigtem Stolz zurück auf diese Zeit voller Erfolge, die ihm stets die verdiente Anerkennung brachten und von dem Vertrauen der Bevölkerung begleitet waren. Rastlose, treue Arbeit, Entschlossenheit, Tapferkeit und Pflichtbewußtsein waren seine Leitlinie (?) und bedingten seine Erfolge.

„Beitrag aus einer sozialdemokratischen Zeitung vom 1.1.1921: Hundert Jahre preußische Landjägerei.“ weiterlesen

Objekt: Dackelbock – Stehtisch für Fingerabdrucknahme

Holztisch, vermutlich Kaiserzeit / Weimarer Republik. Diente zur Abnahme von Fingerabdrücken bei Personen.

Ursprünglich Kriminalpolizei Hameln / Hannover.

Sammlung Republikpolizei, Aufnahmen 26.12.2020

Einzelfotos:

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Polizeisachverhalt vor 100 Jahren: Der „Revoltierende Schaumburger Bauer“

Abschrift eines Zeitungsartikel der (sozialdemokratischen) niedersächsischen Volksstimme vom 23.11.1920:

Stadt und Kreis Rinteln. Rinteln, den 22. November 1920.

„Die Kreisleitstelle ließ in letzterer zeit eine allgemeine Revision der Zentrifugen und Butterfässer bei den Milchproduzenten vornehmen.

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Fachartikel zur Polizeigeschichte

Heft mit 130 Seiten der Fachhochschule der Polizei Brandenburg mit lesenswerten Beiträgen über Forschung und Lehre der Polizeigeschichte, auch zur Austellung „Ordnung und Vernichtung – die Rolle der Polizei im NS-Staat“.

Hier gehts zu Download der Oranienburger Schriften:

https://hpolbb.de/sites/default/files/field/publikationen/os-heft_i_2015.pdf?fbclid=IwAR3SnCElZR_P9C273_qfWPO21uORaJWIJKvRTkGMoQWWLQU4vLqI9BJ7koA

Die Entlassung rechtsgerichteter Braunschweiger Schutzpolizisten. Zeitungsmeldungen vom August 1921

Säuberung bei der Schutzpolizei in Braunschweig?

Hier eine Wiedergabe verschiedener Berichte:

Zunächst hatte ich den Bericht der DEWEZET (Deister- und Weserzeitung aus Hameln) gefunden. Die Meldung vom 11. August 1921, also 17 Monate nach dem Kapp-Putsch lautete: „Das unerhörte Treiben gegen die Schupobeamten, hat heute vormittag mit der Entlassung von 54 im Dienste bewährten Beamten einen für das Braunschweigische Staatsministerium und den Polizeipräsidenten Buchterkirchen keineswegs glorreichen Abschluß gefunden. Es mutet wie ein schlechter Witz an, wenn man hört, daß den Entlassenen ein Schriftstück zur

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Vortragsangebot: „Polizeigeschichte(n) der Weimarer Republik“

Ein Vortrag und Informationsangebot über Erfolge, Schicksale und Ereignisse. Die Polizei und die Menschen in der Zeit von 1918 bis 1933.

„Man könnte fragen, was interessiert mich das? Ich lebe im Jahr 2020. Die 14 Jahre der Weimarer Republik sind schon lange Geschichte.
Ich würde sagen, nichts ist selbstverständlich! Nicht unsere heutigen Arbeitsbedingungen, nicht unser Führungsverständnis und das Zusammenwirken von Führung und Mannschaft. Nicht der Frieden auf unseren Straßen und das Fehlen von Hunger und Krieg. Wer was bewirkte, daran soll erinnert werden. Die Leistungen der Polizeibeamten damals sind fast vergessen. Sie aber legten die Grundlagen für unsere heutige Polizei. “

Der Vortrag dauert 1,5 Stunden (zwei Schulstunden). Er beschäftigt sich je nach Publikum / Zielgruppe mit:

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Die erste Schupo-Parade 1932

„Nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 verschwand das Heer aus dem Straßenbild Berlins. … Für Deutschland lagen die wichtigsten Aufgaben nun nicht mehr in der Außenpolitik, sondern in der Wiederherstellung der inneren Ordnung. Damit wurde die Polizei zum bedeutendsten und sichtbarsten Symbol der Staatsgewalt und deren wichtigstes Instrument zur Bekämpfung der um sich greifenden Gesetzlosigkeit. Alle Abteilungen der Berliner Polizei wurden vergrößert und modernisiert. Einheiten der Schutzpolizei bewachten die Regierungsgebäude, beaufsichtigten die unzähligen politischen Kundgebungen und unternahmen Großfahndungen in Bezirken mit hoher Kriminalität. Die Allgemeingegenwärtigkeit der Polizei versetzte ausländische Besucher in Erstaunen und provozierte viele unzufriedene Einheimische. In der zeitgenössischen Literatur erschien der Polizeibeamte – je nach politischen Einstellung des Autors – entweder als netter, hilfsbereiter Verkehrspolizist oder als bulliger Wachtmeister. Die einen betrachteten den Schupo als Hüter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit inmitten chaotischer Zustände, die anderen sahen in ihm den letzten Verteidiger eines unentschlossenen Regimes. Ignoriert wurde er von niemanden. Die „Geschichte der Republik“ schrieb Carl Severing 1929, „ist untrennbar mit der Geschichte der Polizei verbunden.“

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