Fachartikel zur Polizeigeschichte

Heft mit 130 Seiten der Fachhochschule der Polizei Brandenburg mit lesenswerten Beiträgen über Forschung und Lehre der Polizeigeschichte, auch zur Austellung „Ordnung und Vernichtung – die Rolle der Polizei im NS-Staat“.

Hier gehts zu Download der Oranienburger Schriften:

https://hpolbb.de/sites/default/files/field/publikationen/os-heft_i_2015.pdf?fbclid=IwAR3SnCElZR_P9C273_qfWPO21uORaJWIJKvRTkGMoQWWLQU4vLqI9BJ7koA

Die Entlassung rechtsgerichteter Braunschweiger Schutzpolizisten. Zeitungsmeldungen vom August 1921

Säuberung bei der Schutzpolizei in Braunschweig?

Hier eine Wiedergabe verschiedener Berichte:

Zunächst hatte ich den Bericht der DEWEZET (Deister- und Weserzeitung aus Hameln) gefunden. Die Meldung vom 11. August 1921, also 17 Monate nach dem Kapp-Putsch lautete: „Das unerhörte Treiben gegen die Schupobeamten, hat heute vormittag mit der Entlassung von 54 im Dienste bewährten Beamten einen für das Braunschweigische Staatsministerium und den Polizeipräsidenten Buchterkirchen keineswegs glorreichen Abschluß gefunden. Es mutet wie ein schlechter Witz an, wenn man hört, daß den Entlassenen ein Schriftstück zur

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Vortragsangebot: „Polizeigeschichte(n) der Weimarer Republik“

Ein Vortrag und Informationsangebot über Erfolge, Schicksale und Ereignisse. Die Polizei und die Menschen in der Zeit von 1918 bis 1933.

„Man könnte fragen, was interessiert mich das? Ich lebe im Jahr 2020. Die 14 Jahre der Weimarer Republik sind schon lange Geschichte.
Ich würde sagen, nichts ist selbstverständlich! Nicht unsere heutigen Arbeitsbedingungen, nicht unser Führungsverständnis und das Zusammenwirken von Führung und Mannschaft. Nicht der Frieden auf unseren Straßen und das Fehlen von Hunger und Krieg. Wer was bewirkte, daran soll erinnert werden. Die Leistungen der Polizeibeamten damals sind fast vergessen. Sie aber legten die Grundlagen für unsere heutige Polizei. “

Der Vortrag dauert 1,5 Stunden (zwei Schulstunden). Er beschäftigt sich je nach Publikum / Zielgruppe mit:

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Die erste Schupo-Parade 1932

„Nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 verschwand das Heer aus dem Straßenbild Berlins. … Für Deutschland lagen die wichtigsten Aufgaben nun nicht mehr in der Außenpolitik, sondern in der Wiederherstellung der inneren Ordnung. Damit wurde die Polizei zum bedeutendsten und sichtbarsten Symbol der Staatsgewalt und deren wichtigstes Instrument zur Bekämpfung der um sich greifenden Gesetzlosigkeit. Alle Abteilungen der Berliner Polizei wurden vergrößert und modernisiert. Einheiten der Schutzpolizei bewachten die Regierungsgebäude, beaufsichtigten die unzähligen politischen Kundgebungen und unternahmen Großfahndungen in Bezirken mit hoher Kriminalität. Die Allgemeingegenwärtigkeit der Polizei versetzte ausländische Besucher in Erstaunen und provozierte viele unzufriedene Einheimische. In der zeitgenössischen Literatur erschien der Polizeibeamte – je nach politischen Einstellung des Autors – entweder als netter, hilfsbereiter Verkehrspolizist oder als bulliger Wachtmeister. Die einen betrachteten den Schupo als Hüter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit inmitten chaotischer Zustände, die anderen sahen in ihm den letzten Verteidiger eines unentschlossenen Regimes. Ignoriert wurde er von niemanden. Die „Geschichte der Republik“ schrieb Carl Severing 1929, „ist untrennbar mit der Geschichte der Polizei verbunden.“

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Krankenformulare aus dem Kaiserreich/Weimar

Über einen Kollegen bin ich an eine Sammlung historischer Krankendokumente der Polizei Hannover gekommen. Die Orginale werden dem Polizeimuseum Niedersachsen übergeben. Hier nur einige Dokumente der Kaiserzeit/Weimarer Republik als Beispiel:

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Grundinformationen zur Ausstellung „Freunde-Helfer-Straßenkämpfer“

Es gibt insgesamt fünf „Rollup-Banner“, die über die Ausstellung der Polizeiakademie Niedersachsen zur Polizei in der Weimarer Republik informieren. Hier die Grundinfo:

Hier die Rollups mit Einzelfotos:

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Nachruf – Der Gendarm 1924

Fachblatt für die dienstlichen und wirtschaftlichen Interessen der Landjägerei. Zeitschrift des Verbandes Preußischer Lanjägerbeamten e.V.

Ehrentafel: Am 25. Mai d. J. wurde unser lieber Kamerad, der Oberlandjäger Herr Friedrich Kühlhorn, Standort Altlünen, Kreis Lüdinghausen, im Alter von 40 Jahren bei der Ausübung des Dienstes von einem Einbrecher durch zwei Brustschüsse getötet. Ein pflichttreuer Beamter, beliebt bei seinen Kameraden, ist mit ihm dahingegangen. Wir werden ihn nicht vergessen! Provinzverein Westfalen und Vereinsgruppe Lüdinghausen.

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Schießerei am Hermannplatz – Bericht des Berliner Lokal-Anzeiger vom 1. Mai 1929. Zwei Polizeibeamte verletzt.

Der Berliner Lokal-Anzeiger berichtet über die Auflösung mehrere Demonstrationszüge. Auszüge aus dem Artikel:

„Die Kommunisten scheinen ihre Absicht, diesmal mit Gewalt die Straße erkämpfen zu wollen, wahrzumachen. Trotz aller von der Polizei angekündigten Maßnahmen sind sie gestern Abend dazu übergegangen, der Polizei mit Waffengewalt Widerstand zu leisten. Am Hermannsplatz sammelten sich in später Abendstunde ein Zug von etwa tausend Personen an, der die polizeilichen Anordnungen zur Auflösung nicht befolgte. Die Beamten erhielten Verstärkung, und an der Ecke Boddinstraße sollte die Menge mit dem Polizeiknüppel auseinander getrieben werden. Sie leistete aber solchen Widerstand, daß die Beamten zuerst machtlos waren. Plötzlich fielen aus der gewaltigen Menschenansammlung zahlreiche Schüsse gegen die Polizei.

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In Hildesheim: „Freunde, Helfer, Straßenkämpfer“ Die Polizei in der Weimarer Republik.

Ausstellung vom 14.10.2019 bis 06.11.2019 in der Historischen Rathaushalle in Hildesheim, Markt 1, 31134 Hildesheim.

Öffnungszeiten: Mo – Do: 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Fr: 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Worum geht es:

Eine hilfsbereite, bürgernahe Polizei zu sein – auch heute gilt das Ideal der Weimarer Republik (1918-1933).

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Gruppenfoto Polizei Weimarer Republik (?)

Bekannt ist: „Postkartenformat, nicht gelaufen, Gruppenaufnahme mit Ferngläsern, aufgenommen in Münster i.W.

Auf der Rückseite ist folgender Aufdruck:

Sonntags Phot Atelier Westfalia, Münster i.W.
An der Ludgeristraße 57 Fernspr. 3???

Aufschrift 22.7 auf der Bildvorderseite

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