Radfahrvorschriften im Kaiserreich 1907

Kleines Heft: Oberpolizeiliche Vorschriften über den Radfahrverkehr vom 29. September 1907 (aufgrund des § 366 Nr. 10 des Strafgesetzbuches für das Deutsche Reich und des Art. 2 Ziff. 6 des Polizeistrafgesetzbuches für das Königreich Bayern:

§ 3. Der Radfahrer hat eine auf seinen Namen lautende Radfahrkarte bei sich zu führen und auf Verlangen dem zuständigen Beamten vorzuzeigen. …

§ 4. Jeder Radfahrer ist zu gehörigen Vorsicht bei der Leitung seines Fahrrades verpflichtet auf den Haltruf oder das Haltzeichen eines als solcher kenntlichen Polizeibeamten hat jeder Radfahrer sofort anzuhalten. Zur Kenntlichmachung eines Polizeibeamten ist auch das Tragen einer Dienstmütze ausreichend.

$ 17. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen und … werden in Gemäßheit des … mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

Hier die Einzelnormen:

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Geldscheine der Weimarer Republik

Geld regiert die Welt. Ist Zeichen des Wohlstandes und Objekt der Begierde. Grund für Straftaten und lebenswichtig für Lebensmittel. Die Banknoten der Weimarer Republik sind ein besonders Kennzeichen derselben. Die Not der Inflation zeigt sich in den enormen Summen auf den Geldscheinen. Hier eine kleine Auswahl:

noch Kaiserreich: 100 Mark aus dem Jahr 1908
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1951/1952 – Nachkriegszeit – Polizei-Nachrichtenblatt (Sammlung) Niedersachsen

Nur für den Dienstgebrauch (damals). Am 25. Oktober 1951 erschien die Nr. 1 des Polizei-Nachrichtenblatt für das Land Niedersachsen. Mir wurde leihweise ein Sammelband mit den folgenden Exemplaren zur Verfügung gestellt.

Hier einige interessante Ausschnitte von dem, was damals im Innenministerium wichtig war:

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Schaudepot: Reichbanner schwarz – rot – gold

Im „Bendlerblock“ in Berlin gibt es die beeindruckende Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Ein Teilbereich ist mit dem Schaudepot dem „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ gewidmet. Dieser 1924 gegründete parteiübergreifende Verband mit bis zu drei Millionen Mitglieder war das „Republikschutzbündnis“ der Weimarer Republik. Sein Ziel die Verteidigung der jungen Republik gegen die extremen Kräfte von Rechts wie Links.

Das Schaudepot zeigt Sachzeugnisse des Reichsbanners. Hier ein paar Impressionen:

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Ende und Abbau – Ausstellung in Göttingen wird abgebaut

Das Ausstellungsplakat ist nur noch was fürs Altpapier oder fürs Archiv. Die Ausstellung „Freunde Helfer Straßenkämpfer – Die Polizei in der Weimarer Republik in Göttingen ist Geschichte. Wie ist es gelaufen? Wer die Ausstellung gesehen hat, kann ja mal ein Feedback als Kommentar schreiben.

Nach der Sommerpause geht’s dann weiter an einem anderen Ort in Niedersachsen.

Hier der Ausstellungsbericht im Göttinger Tageblatt:

https://www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Goettingen/Freunde-Helfer-Strassenkaempfer-Aussstellung-im-Landgericht-Goettingen-ueber-die-Geschichte-der-Polizei-in-der-Weimarer-Republik

Goebbels´Blutsaat geht auf! IRZ – 17.01.1931 –

Zwei neue Opfer der Nazi-Mordhetze

Seit der staatenlose Abenteurer Hitler vor dem höchsten deutschen Gericht ungerügt die unverschämte, von unheilbarem Grössenwahn zeugende Drohung aussprechen durfte, wenn er an die Macht komme, würden die Köpfe der „Novemberverbrecher“ in den Sand rollen, ist der nationalsozialistische Terror bis zur Unerträglichkeit gestiegen. Diese Drohung war das Stichwort zu einer masslosen Hetze gegen Republik und Republikaner. Gewissen- und verantwortungslose Demagogen vom Schlage eines Goebbels, die sich feige hinter den Schutz der Abgeordnetenimmunität verkriechen, haben immer und immer wieder die nahe Abrechnung mit den Republikanern angekündigt und in den Spalten der nationalsozialistischen Blätter war tagtäglich in aufreizenden Artikel der Schrei nach Rache vernehmbar.

IRZ vom 17.01.1931
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Anstecknadeln Weimarer Republik/Kaiserreich -Sammlung –

Neudeutsch „Pin“ oder altmodische Vereins-/Partei-/Gewerkschaftsnadeln. Eine kleine Sammlung:

Zu den Einzelbildern / Erklärungen:

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Deutsches Historisches Museum Berlin: Weimarer Republik im Mai 2019

Das DHM in Berlin ist immer eine Besichtigung wert. Ich hatte im Mai 2019 die Möglichkeit, mir die Sonderausstellung „Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie“ anzusehen. Diese ist noch bis zum 22. September 2019 zu sehen. Zusätzlich gibt es ein „Demokratielabor“ als vollständig eigene Ausstellung mit ganz anderer Optik. Das Fotografieren war in der Sonderausstellung nicht gestattet. Daher hier keine Eindrücke. Mit hat insbesondere der erste Teil der Ausstellung mit den politischen Hintergründen sehr gut gefallen. Sehenswert ist sie allemal. Am Ende dieses Beitrages gibt’s eine Linksammlung zu Berichte und Fotos über die Sonderausstellung.

Im allgemeinen Teil des Historischen Museums gibt es einen Abschnitt zur Weimarer Republik, der gleichfalls sehr empfehlenswert ist. Besonders beeindruckt hat mich die Intensität und Ausdruckskraft der Wahlplakate der damaligen Zeit. Hier einige Impressionen:

Zu den Einzelbildern:

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Geschichte + Musik + Heute

Bode Wartke: „Ich habe mal zu Ende gedacht, was es für Konsequenzen für unsere Gesellschaft hätte, wenn wir einen Autokraten, den sogenannten „starken Mann“, als politischen Führer für unser Land zulassen würden“

Wer sich das Lied bis zum Schluss angehört hat, sollte sich fragen, wer da dem Bodo gegenübersteht und „seinen Job“ macht (bzw. machen müsste)? Es wird Zeit, dass uns klar wird, was ein Extremismus-Ruck aus dem Beruf aller Sicherheitsbehörden machen würde. (Ralf Hermes)