Hameln, 20.09.2026: Aus: „Das Reichsbanner“ – Zeitung des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold -Nr. 1, Magdeburg, den 1. Januar 1925
Abschrift:
Schwarzrotgoldene Sonette.
Was schleicht wie Teufelsspuk durch alle Gassen
Und Teufel Gift in leicht betörte Seelen.
Das will dem Volke jede Hoffnung stehlen,
Um ganz sie einst zu prahlen und zu prassen.
Das raunt Gerüchte, niemals zu erfassen
Mag auch die Wahrheit jede Silbe fehlen.
Das möchte schreien aus verruchten Kehlen:
„Den Tod der Republik! Ihr müsst sie hassen!“
Und doch: Ihr seid erkannt. Der Schleier fiel,
Euch ward die Maske vom Gesicht gerissen,
Und nimmermehr erreicht ihr euer Ziel
Es will das Volk das Hakenkreuz vermissen
Und ruft befreit „Zu Ende ist das Spiel
So schert euch endlich fort aus den Kulissen“
Wir aber müssen uns zusammenscharen
Und ohne Zaudern in der in die Reihen treten.
Da wird nicht erst gebettet und gebeten,
Denn jede Stunde droht drohen uns Gefahren.
Es gilt für Kind und Kindeskind zu wahren,
Worum die Väter heiß und brünstig flehten
Wenn hoch erhoben ihre Banner wehten
In Schwarz-Rot-Gold dem reinen, wunderbaren.
Der Kampf beginnt. Die Heilige Flamme loht.
Die Herzen glühen. Laß die Trompeten dröhnen.
Die Heimat wird befreit aus ihrer Not!
So soll es in die fernsten Winkel tönen:
Verhülle dich in Trauer, Schwarzweißrot!
Das Volk marschiert mit Vätern und mit Söhnen!“
Henning Duderstadt
Über Henning Duderstadt ist wenig bekannt. Er veröffentlichte 1933 ein Buch: „Vom Reichsbanner zum Hakenkreuz. Wie es kommen musste.“ Ein Bekenntnis von Henning Duderstadt * Schlüsselwerk über Totalversagen der SPD-Parteiführung der Weimarer Republik
In der Reichsbannerzeitung und in der Illustrierten Reichsbannerzeitung wurden von ihm viele Gedichte veröffentlicht.