Quellendokument: R.J.F. – Bericht Nds. Volksstimme vom 04.08.1931

Hameln, 19.09.2026: Bericht aus der SPD-Tageszeitung „Niedersächsische Volksstimme“ vom 4. August 1931:

Niedersächsische Volksstimme, Organ für die werktätige Bevölkerung der Kreise Hameln–Pyrmont, Rinteln, Springe u.angrenzende Gebiete. 
Ausgabe Dienstag, den 4. August 1931

R. J. F.
Sie saßen im Abteil einander gegenüber, der mit dem Hakenkreuz geschmückte und der Mann, der im Knopfloch ein Abzeichen mit den Buchstaben R. J. F. trug. Der Hakenkreuzler fragte den Reisegefährten nach der Bedeutung dieser Initialen. Der gefragte schien einen Augenblick verlegen, fasste sich aber schnell und erklärte, er gehöre einem geheimen Frankreichfeindlichen Verbande an: die Buchstaben bedeuten: Rache, jedem Franzosen! Der Hakenkreuzler war begeistert, versicherte, auch seinerseits dem Verbande beitreten zu wollen und erkundigte sich nach den Bedingungen der Mitgliedschaft. Der andere gab die gewünschte Auskunft und überreichte dem Hakenkreuzer geschenkeweise das Abzeichen, dass dieser sofort in sein Knopfloch steckte, wo es in nächster Nähe des Hakenkreuzes prangte. Es war das Abzeichen des Reichsverbandes jüdischer Frontsoldaten.

Zum RJF siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbund_j%C3%BCdischer_Frontsoldaten

https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/antisemitismus/rjf

Bildquelle Abzeichen:

https://objekte.jmberlin.de/gobject/jmb-obj-101567/Anstecknadel+des+Reichsbundes+J%C3%BCdischer+Frontsoldaten+aus+dem+Besitz+von+Alfred+Dienemann+%281888-1957%29?se=Suche&qps=f.personId%3D9879%253A%253AReichsbund%2BJ%25C3%25BCdischer%2BFrontsoldaten%2B%255BRjF%255D


herral, 19.09.2026

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