Hameln, 16.05.2026: Wer die Möglichkeit hat in Bonn die Sonderausstellung „Nach Hitler“ zu besuchen, dem sei dieses geraten.
Hier Einblicke in Exponate der sehenswerten Ausstellung:
Die Sonderausstellung wird gezeigt im „Haus der Geschichte“ in Bonn:
Nach Hitler – Die deusche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.
Erinnerung ausgelöscht?
Schlussstrich drunter!
Beweisvernichtung – Bürgermeister und Ratsmitglieder in Stadtoldendorf verbrennen 1951 sämtliche Entnazifizierungakten. Sie wollen damit einen Schlussstrich ziehen. Ihr Aktion stößt auf Zustimmung und Kritik.
Unentdeckt – Die Hakenkreuze auf der Wetterfahne von 1934, die die Kirche in Langenseen/Bayer schmückt, übersehen die Alliierten bei der Entnazifizierung. Bei der Überarbeitung 1979 bleiben die Symbole. Zwei Zeitungen findet man bei der Sanierung 2018, sie sind der Wetterfahne beigefügt: Ein Exemplar von 1934 mit einer Widmung für Hitler und eine Ausgabe der Abendzeitung von 1979. Langenzenner Bürger haben sie unterschrieben und sich dabei als „Die letzten Nazis“ bezeichnet. (Links mit Berichten zum Hintergrund am Ende dieses Beitrages)
DEUTSCHLAND du sollst die Ermordeten und nicht die MÖRDER vergessen!
Die Frau die den Kanzler ohrfeigte muss ein Jahr ins Gefängnis
Wehrmachtsausstellung
„Aus dem Nachlass“ Als die Ausstellung 1998 in Dresden zu sehen ist, gibt ein Besucher anonym einen Umschlag ab. Er enthält Fotografien eines Kriegsverbrechens, wie viele deutsche Soldaten sie besaßen. Sie zeigen, dass die Verbrechen der Wehrmacht schon immer Teil der privaten Erinnerung waren. Die Ausstellung rückt diese Bilder in den Fokus und wirft damit quälende Fragen auf: Was Vater und Großvater im Krieg getan haben, wissen die Nachkommen in vielen Fällen nicht.
„Ist so ein Mädchending“
Geschichtsvergessen. Bahlsen gehört zu den vielen Unternehmen, die im Krieg von Zwangsarbeit profitieren. Als Firmenerbin Verena Bahlsen 2019 erklärt, das Werk habe die Menschen nicht ausgebeutet, sondern gut behandelt und gerecht bezahlt, erntet sie für diese Behauptung Spott und Kritik. Sie leugne ihre historische Verantwortung, so der vielfach erhobene Vorwurf. Die Karikatur zeigt Karsten Schleys Kritik.
Rückseite: Das Hitler-Gemälde entdeckt ein Ehepaar 2021 nach dem Tod der (Schwieger-) Eltern. Jahrelang hängt es unbemerkt über dem Familiensofa hinter einem harmlos anmutenden Landschaftsbild. Bei der Wohnungsauflösung kommt es zum Vorschein. Oft versteckt die Erlebnisgeneration „Erbstücke“ aus der Zeit des Nationalsozialismus. Museen erhalten häufig solche zufälligen Funde.
Wenn die AfD die Antwort ist…
Vogelschiss
Vorbild Walter Lübcke, Regierungspräsident von Kassel
Verherrlichung: Ein mehrfach vorbestrafter Rechtsextremist dekoriert sein Fenster im November 2019 mit einem weihnachtlichen Lichgterbogen. Motiv ist das Vernichtungslager Auschwitz. Bei seiner Festnahme entdeckt die Polizei Waffen, Munition und verbotene Erinnerungsstücke. Das Amtsbericht Chemnitz verurteilt den Neonazi wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe.
Die Frage am Ausgang: „Mit welcher Aussage identifizierst Du Dich am meisten?
Weitere Informationen zur Sonderausstellung:

Aus der Hauptausstellung im Haus der Geschichte:
„Im Innern verborgen“ Vielleicht war der Futterstoff mit hakenkreuzen einfach zu schön zum Wegwerfen. Vielleicht hat die Trägerin der Jacke aber auch an früheren Überzeugungen festgehalten.
Eingang zu Hauptausstellung
Massenhaftes Sterben. Die Stahlhelme von Wehrmachtssoldaten stammen aus einem Massengrab in Polen. Hier liegen die Leichen der deutschen Angreifer neben Polen, die sich zu verteidigen versuchten. Sechs Jahre lang leidet das Land und mit fortschreitender Eroberung fast ganz Europa unter dem Grausamkeiten der deutschen Besatzer. Zahlreiche Wehrmachtssoldaten beteiligen sich, auf Befehl oder aus eigenem Antrieb, an Kriegsverbrechen und Völkermord.
Wer war ein Nazi?
Erste Bundestagswahl – Plakate
Der Volksaufstand der 17. Juni
Links zum Hintergrund Hakenkreuz Langenzeen:
https://www.nordbayern.de/fuerth/hakenkreuze-auf-langenzenner-wetterfahne-1.8427709
https://www.nordbayern.de/fuerth/langenzenner-kirche-nazi-symbole-bleiben-1.7728970
herral, 16.05.2026





























































































