Berlin, 17. Juni 1932 – Dringender Appell von K. Kollwitz, Heinrich Mann und Albert Einstein:

An Theodor Leipart, Ernst Thälmann, Otto Wels.

Wir, die wir hier unterzeichnen, verfolgen die Entwicklung der politischen Ereignisse mit dem Eindruck, dass wir einer entsetzlichen Gefahr der Faschisierung entgegengehen. Zu beseitigen ist die Gefahr nach unserer Einsicht durch das Zusammengehen der beiden grossen Arbeiterparteien im Wahlkampf. Das geschieht am Besten durch Aufstellung gemeinsamer Listen.

Die Verantwortung ist bei den Führern; wir betonen es mit dem stärksten Nachdruck. Entscheiden sollte nur das offenkundige Verlangen der Arbeiter, zusammenzustehen. Eine solche Entschedung ist aber zugleich lebenswichtig für das ganze Volk.

Heinrich Mann, Berlin-Wilmersdorf, Trautenaustr. 12

Köthe Kollwitz, Berlin N 58, Weissenbrugerstr. 25

Albert Einstein, Kaputh, Waldstr.

Einzelbilder:

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Zeitungspresse als NS-Machtinstrument (Zwischen den Zeilen)

Buchvorstellung:

„Die Presse ist ein Erziehungsinstrument, um ein 70-Millionen-Volk in eine einheitliche Weltanschauung zu bringen.“ Adolf Hitler, 1934 

Dieser Satz fiel, als Verfolgung und Verbote, freiwillige „Selbstgleichschaltung“ staatlicher Kontrolle und erste Enteignungen das wichtigste Massenmedium dieser Zeit bereits weitgehend den neuen Machthabern willfährig gemacht hatten.

Zitate aus dem Buch: 

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Arbeiterbilder – Verstehen was wirklich war.

Ein „Gefühl“ für die Zeit der Weimarer Republik bekommen. Texte und Objekte bieten Möglichkeiten. Eindrucksvoll sind Fotos. Selten aber sind nicht gestellte Alltagsbilder von nicht „prominenten“ Menschen. Der in Hameln geborene Walter Ballhause hat uns einen Fotoschatz hinterlassen, der erst sehr spät entdeckt wurde. Drei Bücher aus dem Antiquariat bieten die Gelegenheit einen Einblick zu bekommen.

Das „polizeiliche Gegenüber“ war oft die Arbeiterklasse. Aber auch die Polizeibeamten der Weimarer Republik rekrutierten sich größtenteils aus dieser Schicht. Um zu verstehen, wie die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren bieten die Bilder einen guten Einblick in die Realität der Zeit.

Buch 1: dtv zeugen und zeugnisse, Bundesrepublik 1985: Walter Ballhause: Licht und Schatten der dreißiger Jahre

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Geldscheine der Weimarer Republik

Geld regiert die Welt. Ist Zeichen des Wohlstandes und Objekt der Begierde. Grund für Straftaten und lebenswichtig für Lebensmittel. Die Banknoten der Weimarer Republik sind ein besonders Kennzeichen derselben. Die Not der Inflation zeigt sich in den enormen Summen auf den Geldscheinen. Hier eine kleine Auswahl:

noch Kaiserreich: 100 Mark aus dem Jahr 1908
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Schaudepot: Reichbanner schwarz – rot – gold

Im „Bendlerblock“ in Berlin gibt es die beeindruckende Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Ein Teilbereich ist mit dem Schaudepot dem „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ gewidmet. Dieser 1924 gegründete parteiübergreifende Verband mit bis zu drei Millionen Mitglieder war das „Republikschutzbündnis“ der Weimarer Republik. Sein Ziel die Verteidigung der jungen Republik gegen die extremen Kräfte von Rechts wie Links.

Das Schaudepot zeigt Sachzeugnisse des Reichsbanners. Hier ein paar Impressionen:

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Ende und Abbau – Ausstellung in Göttingen wird abgebaut

Das Ausstellungsplakat ist nur noch was fürs Altpapier oder fürs Archiv. Die Ausstellung „Freunde Helfer Straßenkämpfer – Die Polizei in der Weimarer Republik in Göttingen ist Geschichte. Wie ist es gelaufen? Wer die Ausstellung gesehen hat, kann ja mal ein Feedback als Kommentar schreiben.

Nach der Sommerpause geht’s dann weiter an einem anderen Ort in Niedersachsen.

Hier der Ausstellungsbericht im Göttinger Tageblatt:

https://www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Goettingen/Freunde-Helfer-Strassenkaempfer-Aussstellung-im-Landgericht-Goettingen-ueber-die-Geschichte-der-Polizei-in-der-Weimarer-Republik

Deutsches Historisches Museum Berlin: Weimarer Republik im Mai 2019

Das DHM in Berlin ist immer eine Besichtigung wert. Ich hatte im Mai 2019 die Möglichkeit, mir die Sonderausstellung „Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie“ anzusehen. Diese ist noch bis zum 22. September 2019 zu sehen. Zusätzlich gibt es ein „Demokratielabor“ als vollständig eigene Ausstellung mit ganz anderer Optik. Das Fotografieren war in der Sonderausstellung nicht gestattet. Daher hier keine Eindrücke. Mit hat insbesondere der erste Teil der Ausstellung mit den politischen Hintergründen sehr gut gefallen. Sehenswert ist sie allemal. Am Ende dieses Beitrages gibt’s eine Linksammlung zu Berichte und Fotos über die Sonderausstellung.

Im allgemeinen Teil des Historischen Museums gibt es einen Abschnitt zur Weimarer Republik, der gleichfalls sehr empfehlenswert ist. Besonders beeindruckt hat mich die Intensität und Ausdruckskraft der Wahlplakate der damaligen Zeit. Hier einige Impressionen:

Zu den Einzelbildern:

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Exponate aus Hannover gesucht!

„Dirk Götting vom Polizeimuseum Niedersachsen hat die Ausstellung konzipiert, der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der preußischen Polizei mit Blick auf die Gebiete des heutigen Niedersachsens. Die Exponate aus Hannover sollen in diese Schau integriert werden, sie wird vom 25. Februar bis 31. März auf dem Gelände der Polizeidirektion an der Waterloostraße zu sehen sein. Wer Historisches der Polizei aus der Weimarer Republik besitzt und zur Ausstellung beitragen möchte, kann sich unter Telefon (0511) 109 10 52 beim Organisationsteammelden.“

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Hannover-Polizei-plant-Ausstellung-zur-Weimarer-Republik

Interessante Themenseite im Internet (Linktipp)

Über unsere Facebookseite bekam ich den Hinweis auf eine interessante Homepage für die Epoche 1871 – 1929. Hier gibt es eine Vielzahl von Bildern und Dokumenten auch zum Thema Polizei in der Weimarer Republik.

Siehe:  http://1914-detailfragen.de/Docs/

oder auf Facebook: https://www.facebook.com/1914.Detailfragen/

Tschakozuordnung – wer kann helfen?

Ein Kollege (vielen herzlichen Dank)  hat mir als Reaktion auf diese Internetseite einige Fotos seiner Tschakosammlung mit Exemplaren aus der Weimarer Republik zugesandt. Ich stell einige der Fotos einmal hier ein, mit der Bitte, mir bei der Zuordnung (Welcher Tschako gehört in welche Zeit und in welche Region?) zu helfen. Zusendungen bitte an ralf.hermes(at)gdp-goettingen.de oder postet auf der Facebookseite https://www.facebook.com/republikpolizei/

Hier die Einzelbilder: „Tschakozuordnung – wer kann helfen?“ weiterlesen