Informationen gesucht. Gewerkschaftsnadel aus der Zeit der Weimarer Republik?

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Update 10.10.2018:

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Salzsäure-Attentat auf die Wohnung eines Landjägermeisters.

Gefahren des Landjägereidienstes.

In der Nacht vom 12. Zum 12.12.1931 gegen 2 Uhr ist auf die Wohnung des Kam. Ldjm. Warbende in Schwetig b. Frankfurt (Oder) von unbekannten Tätern, vermutlich von Personen, die der Beamte in letzter Zeit wegen Aufruhrs oder anderer strafbarer Handlungen angezeigt hat, ein Racheakt verübt worden. Eine mit Salzsäure gefüllte Flasche wurde durch das Fenster in das Dienstzimmer der Wohnung geworfen. Die Flasche durchschlug drei Fensterscheiben, riß die Gardinen herunter und zersplitterte im Zimmer. „Salzsäure-Attentat auf die Wohnung eines Landjägermeisters.“ weiterlesen

16.01.1924 – Der Gendarm – Tragischer Landjägertod

Am 21. Dezember 1923, gegen 3 Uhr nachts, entriß uns der Tod unsern lieben Kameraden, den Oberlandjäger Herrn

Wilhelm Jonat

Standort Kirchlengern, Kreis Herford, im Alter von 44 Jahren.

Kamerad Jonat verfolgte mit mehreren Eisenbahnbediensteten Eisenbahnräuber. Der Nachbarkamerad, Oberlandjäger Becker, Standort Ennigloh, befand sich mit einem Polizeibeamten auf der Verfolgung derselben Verbrecher, wußte aber von der Verfolgung durch den Kameraden Jonat nichts. „16.01.1924 – Der Gendarm – Tragischer Landjägertod“ weiterlesen

Landjägertod – Landjägerschicksal („Der Gendarm“ vom 6. Januar 1924)

Aus dem Fachblatt für die dienstlichen und wirtschaftlichen Interessen der Landjägerei. Zeitschrift des Verbandes Preußischer Landjägerbeamten E.V.

Wieder ein bestialischer Mord an einem Landjäger-Beamten.

In der Nacht vom 6. zum 7. Dezember 1923 ist der Kam. OL Bauermeister in Königshain von drei Görlitzer Verbrechern ermordet worden. Diese waren mit dem Vorsatz nach Königshain gekommen, Einbrüche zu verüben und jedes ihnen etwa entgegentretende Hindernis gewaltsam zu beseitigen. Einer der Verbrecher war mit einem Totschläger und ein andere mit einem Revolver ausgerüstet. „Landjägertod – Landjägerschicksal („Der Gendarm“ vom 6. Januar 1924)“ weiterlesen

Verlust und Ehrenliste der Landjägerei für das Jahr 1923

Der Gendarm vom 6. Januar 1924 – Seite 1/16

 

Verlust und Ehrenliste der Landjägerei für das Jahr 1923

Im abgelaufenen Jahr haben die nachfolgenden Kameraden in pflichttreuer Ausübung ihres Dienstes ihr Leben für die Allgemeinheit lassen müssen:

  1. Oberlandjäger Sietas, Lorstedt, Kr. Geestmünde, am 21.06.1923 von einem Verbrecher erschossen (43 jahre alt).

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Landjäger / Verband Preußischer Landjägerbeamten e.V. (Informationssammlung)

Die Königlich Preußische Landgendarmerie war von 1812 bis 1918 die Gendarmerie des Königreichs Preußen. Bis zur Gründung der preußischen Sicherheitspolizei 1919 war das Korps nach den Gendarmerien von Bayern und Sachsen mit 1918 gut 5.500 Gendarmen die größte Polizeitruppe des Kaiserreichs, wenn auch zahlenmäßig schwächer als die Königliche Schutzmannschaft Berlin mit rund 7.000 Beamten und die Schutzmannschaft Hamburg mit rund 6.000 Beamten. Die preußische Gendarmerie war militärisch organisiert und Teil der Armee. Im Krieg gegen Frankreich 1870/71 und im Ersten Weltkrieg 1914/18 stellte sie den Kern der Feldgendarmerie. „Landjäger / Verband Preußischer Landjägerbeamten e.V. (Informationssammlung)“ weiterlesen

Satzungen des Verbandes Preußicher Polizeibeamten E.V.

Ein Heft aus dem Bestand eines Polizeiarchives.

Stand: 1930

Auszüge:

Programm des Verbandes Preußischer Polizeibeamten e.V.

  1. Gewerkschaftliches. – Der Verband Preußischer Polizeibeamten vertritt die nach seinen Satzungen zu verwirklichenden Forderungen im Sinne der unabhängigen Berufsvertretung. In allgemeinen Beamtenfragen wirft der Verband gemeinsam mit dem DBB. und in allen Fragen grundlegender wirtschaftlicher Bedeutung ist ein Zusammenarbeiten mit den Großorganisationen der gesamten Arbeitnehmerschaft zu erstreben. Der Zusammenschluß und die Tätigkeit des Verbandes erfolgt auf parteipolitisch neutraler Grundlage. Religiöse und konfessionelle Bestrebungen gehören nicht zu den Aufgaben des Verbandes.
  2. Stellung der Polizei im Staat. – In der Polizei sieht der Verband das Instrument des Staates zur Erhaltung der Staatsordnung und Durchführung der dem Staat obliegenden weiteren Aufgaben. Mit dem Bekenntnis zur demokratischen-republikanischen Staatsform verbindet der Verband das Bestreben, seine Mitglieder in diesem Geist zu festigen.
  3. Aufbau der Polizei. – Der dienstliche Aufbau der Polizei muß sich der Staatsform anpassen. Der Zentralisation muß durch Dezentralisation entgegengewirkt werden. Die wirkliche Volkspolizei verhütet die Bildung des Polizeistaates. Der Einfluß des Staates auf die Einrichtung und Tätigkeit der kommunalen Polizeiverwaltungen ist zu sichern.
  4. Beamtenrechtsstellung. – Die Rechtsstellung der Polizeibeamten hat dem allgemeinen Beamtenrecht zu entsprechen. Die Sicherung der Anstellung ist infolge ihrer Einwirkung auf das Dienstverhältnis nur durch Schaffung und Erhaltung des Berufsbeamtentums auf öffentlich-rechtlicher grundlage bei der Polizei gegeben. Der Aufstieg zu allen Stellen des Polizeidienstes ist bei nachgewiesener Befähigung jedem Polizeibeamten zu ermöglichen. Das Polizeibildungswesen ist den gesteigerten Bedürfnissen entsprechend auszugestalten. Um auch im Staatsinteresse wirken zu können, sind der Polizei Beamtenvertretungen einzuräumen, die in ihrem Aufbau und in ihrer Zuständigkeit die Erfassung und Mitarbeit aller Polizeibeamten sichern.
  5. Wirschaftliches. – …

Heftseiten als Bildergalerie:

 

 

Über die Anfänge einer internationalen Polizeiorganisation der Gewerkschaften/Verbände:

Die werdende Polizeibeamten-Internationale.

Internationale Beziehungen zwischen Polizeiorganisationen, wenn auch nur in sehr loser Form, bestanden bereits vor dem Kriege. Der holländische Allgemeene Bond von Politiepersoneel hat bereits 1908 zu dem Kongreß der belgischen Polizeibeamten in Gent einen Vertreter entsandt. 1909 ließe sich die Holländer durch eine Abordnung auf dem Kongreß der französischen Polizisten in Paris vertreten. Als sich 1913 die preußischen Schutzleute organisierten, dabei auf den Widerstand ihrer Behörden stießen und dadurch die Öffentlichkeit auf die Bestrebungen aufmerksam gemacht wurde, traten die Holländer auch mit Deutschland durch ein Sympathieschreiben an den Führer der Schutzmannsbewegung in Verbindung. Durch den Weltkrieg zerrissen die Fäden. „Über die Anfänge einer internationalen Polizeiorganisation der Gewerkschaften/Verbände:“ weiterlesen