Bericht zur Ausstellungseröffnung der PD Hannover – Freunde, Helfer, Straßenkämpfer – in der alten Kriegsschule Hannover

Am 25.02.2019 wurde im Kreise von gut 100 Gästen aus Polizei, Politik und Gesellschaft die Ausstellung „Freunde, Helfer, Straßenkämpfer – die Polizei in der NS-Zeit eröffnet. Die Begrüßung übernahm Hannovers Polizeipräsident Kluwe.

Bildquelle: Ralf Hermes, 25.02.2019


Als Gastrednerin übernahm dann die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Frau Dr. Gabriele Andretta die zweite Einführung.

Bildquelle: Ralf Hermes, 25.02.2019

Für das Ausstellungsteam (Barbara Riegger und Dr. Dirk Götting) von der Polizeiakademie Niedersachsen führte dann Dr. Götting inhaltlich in die Hintergründe der Ausstellung ein. Im Anschluss bestand die Möglichkeit zum Gespräch und eine individuelle Ausstellungsbesichtigung.


Bildquelle: Ralf Hermes, 25.02.2019

Die Ausstellung war bereits 2018 im Niedersächsischen Landtag zu sehen. Siehe hier Berichte unter: http://republikpolizei.de/?s=freunde+helfer+straßenkämpfer

Umfangreiche Hintergrundinformationen gibt es in folgenden Presseveröffentlichungen:

a) Neue Presse: „Historische Akte als Herzstück der Ausstellung“

b) Hannoversche Allgemeine: „Die Polizei Hannover in der Weimarer Republik“

c) Presseinfo mit Veranstaltungsprogramm der Polizeidirektion Hannover

Als besondere lokale Ergänzung gibt es im Flur der ehemaligen Kriegsschule Hannover Fotoaufnahmen von Polizeibeamten aus Hannover zur Zeit der Weimarer Republik.

Bildquelle: Ralf Hermes, 25.02.2019

Eine alte Akte über den Aufbau der Polizei in der Weimarer Republik in Hannover ist eine weitere lokale Besonderheit. Die Akte wird hier erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt.

Bildquelle: Ralf Hermes, 25.02.2019

Auch der Veranstaltungsort an sich ist interessant:

Bildquelle: Ralf Hermes, 25.02.2019

Wandmalerei in der ehemaligen Polizeikantine, Bildquelle. Ralf Hermes, 25.02.2019

https://de.wikipedia.org/wiki/Waterlooplatz berichtet:

Der Gebäudekomplex entstand an der heutigen Waterloostraße in den Jahren 1842–43 als Königliche Kadettenanstalt. Das Hauptgebäude an der Straßenfront war 60 m lang und wies in der Tiefe des Grundstücks zwei 20 m lange Seitenflügel auf. Daran wurden 1894 ein Zwischenbau sowie ein etwa 25 langes Lehrgebäude angesetzt. Die Gebäude waren unterkellert und wiesen drei Geschosse auf. Architektonisch waren die Fassaden im Rundbogenstil gehalten. Nebengebäude waren eine überdachte Reitbahn, ein Fecht- und Turnschuppen, Latrine, Geschützschuppen, Kegelbahn und Pferdeställe.

In der Kriegsschule waren 120 Kriegsschüler untergebracht. Ihnen stand bei der Unterbringung ein Raumvolumen von 52 m³ pro Person zur Verfügung, was mehr als das Doppelte des Raums für Soldaten anderer Kasernen war. Das große Raumvolumen wurde durch die außergewöhnliche Geschosshöhe von 5 m erreicht, was die Heizfähigkeit der Räume stark beeinträchtigte.

Nach der Annexion des Königreichs Hannover wurde 1867 die Einrichtung in Preußische Kriegsschule umbenannt. Seit 1919 gehören die Bauten dem damaligen Polizeipräsidium und der Polizeidirektion Hannover, die auf dem Nachbargrundstück 1903 einen Neubau errichtet hatte. Das Hauptgebäude der ehemaligen Kriegsschule wurde durch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt. Erhalten geblieben ist das Erdgeschoss, das noch die ursprüngliche Eingangstür zur Straßenfront aufweist. Das Lehrgebäude der Kriegsschule blieb vollständig erhalten.

Text und Bildquellen: Ralf Hermes, 25.02.2019

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